Wie funktioniert die Schnelle Hilfe?

Sch­nel­le Hil­fe für die Fa­mi­lie und im Be­trieb wen­det sich an An­ge­hö­ri­ge und Mit­ar­bei­ter bzw. Chefs, die mit ei­nem un­wil­li­gen Al­ko­hol­kran­ken um­ge­hen müs­sen und un­si­cher sind, wie sie sich am bes­ten ver­hal­ten. Denn un­wil­li­ge Al­ko­hol­kran­ke sind Meis­ter da­rin, ih­re Um­ge­bung zu ma­ni­pu­lie­ren und da­für zu sor­gen, dass sich al­le Be­tei­lig­ten schul­dig und ver­ant­wort­lich füh­len. Wir durch­b­re­chen die­ses Spiel, in­dem wir an Ih­rer Stel­le die An­ge­le­gen­heit ver­ant­wort­lich in un­se­re Hand neh­men.

Wir ent­las­sen Sie aus ei­ner Ver­ant­wor­tung, die Sie nicht tra­gen müs­sen. Sie wer­den er­leich­tert sein - eben­so wie der Be­trof­fe­ne. Denn er merkt sch­nell, dass wir wis­sen, was es heißt, al­ko­hol­krank zu sein - und dass wir mit ihm of­fen und ehr­lich um­ge­hen.

Woher kommt das Verfahren?

Un­ser Ver­fah­ren heißt in Nor­da­me­ri­ke In­ter­ven­ti­on und wird dort nicht nur bei Sucht­kran­ken ein­ge­setzt.

Die Grund­i­dee stammt ur­sprüng­lich von den An­ony­men Al­ko­ho­li­kern dort, wo es seit lan­gem in wei­ter­ent­wi­ckel­ter Form auch er­folg­reich von pro­fes­sio­nel­len Sucht­be­ra­tern prak­ti­ziert wird. Da in die­sen Län­dern sol­che The­ra­pi­en oft pri­vat be­zahlt wer­den müs­sen, geht es dar­um, mög­lichst sch­nell und kos­ten­güns­tig ei­nen nach­hal­ti­gen Er­folg zu er­zie­len. Hier in Deut­sch­land lässt man sich da­für viel, viel Zeit.

Die­se Zeit ha­ben wir aber nicht - und Sie ver­mut­lich auch nicht.

Wir ha­ben das Ver­fah­ren an deut­sche Ver­hält­nis­se an­ge­passt, auf sei­ne we­sent­li­chen wirk­sa­men Ele­men­te re­du­ziert mit mit ei­ge­nen Me­tho­den an­ge­rei­chert.

Für Fach­leu­te: Das Ver­fah­ren ba­siert auf ver­hal­tens­me­di­zi­nisch und -psy­cho­lo­gisch fun­dier­ten Me­tho­den und in­te­griert Ele­men­te der Psy­cho­e­du­ka­ti­on so­wie der Ra­tio­nal-Emo­ti­ven Ver­hal­tens­the­ra­pie nach El­lis.

Ist Schnelle Hilfe eine Suchtherapie?

Die ei­gent­li­che Suchtthe­ra­pie ge­hört in die Hän­de von fähi­gen The­ra­peu­ten und Ärz­ten in Pra­xen, Kli­ni­ken und Be­ra­tungs­s­tel­len.

Sch­nel­le Hil­fe ist kei­ne The­ra­pie. Hier geht es dar­um, Be­trof­fe­ne, die man­gels Ein­sicht we­der ei­ne Sucht­be­ra­tung auf­su­chen noch ei­ne The­ra­pie ma­chen wol­len, nach­drück­lich da­zu zu be­we­gen.

Das geht sch­nell, dis­k­ret und übe­r­aus er­folg­reich bin­nen we­ni­ger Sit­zun­gen.

Sch­nel­le Hil­fe ist im Prin­zip ein sehr er­folg­rei­ches The­ra­pie­ma­na­ge­ment, das sch­nell um­ge­setzt wer­den kann, ein­fach zu ver­ste­hen und für al­le Be­tei­lig­ten tran­s­pa­rent und nach­voll­zieh­bar ist.

Intervention besser als übliche Suchtberatung

2008 un­ter­such­te im Auf­tra­ge des BMBF MB für Bil­dung und For­schung die Stu­di­en­grup­pe STE:P un­ter Lei­tung von Dr. Gal­lus Bi­schof, U­ni Lü­beck, die Wirk­sam­keit ei­ner In­ter­ven­ti­on in Fa­mi­li­en mit al­ko­hol­kran­ken An­ge­hö­ri­gen. Das Er­geb­nis ist ein­deu­tig: das Ver­fah­ren ist hoch­sig­ni­fi­kant wirk­sa­mer als die gän­gi­gen Be­ra­tungs­st­ra­te­gi­en. Es ist zu­dem ­bis­lang das ein­zi­ge eva­lu­ier­te Be­hand­lungs­kon­zept für An­ge­hö­ri­ge Sucht­kran­ker in Deut­sch­land. Nach­zu­le­sen un­ter STE:P - Dr. Gal­lus Bi­schof

Die wichtigsten Elemente der Schnellen Hilfe

Wir kom­men zu Ih­nen! Sie sind un­ser Auf­trag­ge­ber. Wir be­ra­ten zu­nächst Sie und Ih­re An­ge­hö­ri­gen oder Mit­ar­bei­ter. Sie ent­schei­den und set­zen den Zeit­punkt für den Be­ginn des Ver­fah­rens.

Be­vor wir uns mit dem Be­trof­fe­nen selbst be­schäf­ti­gen, or­ga­ni­sie­ren wir schon den kom­p­let­ten Be­hand­lungs­ablauf und er­le­di­gen al­le For­ma­li­tä­ten. Ein in­di­vi­du­el­ler Fahr­plan wird so ter­mi­niert, dass zwi­schen den ein­zel­nen Maß­nah­men kei­ne War­te­zei­ten ent­ste­hen. Da­bei wer­den auch be­trieb­li­che Be­lan­ge be­rück­sich­tigt.

Das Kern­stück des neu­en Ver­fah­rens: die Kom­pak­te Mo­ti­va­ti­on, ein sorg­fäl­tig struk­tu­rier­tes ge­mein­sa­mes Tref­fen mit dem Sucht­kran­ken, an des­sen En­de in 80% der Fäl­le die Ein­wil­li­gung in ei­ne The­ra­pie steht.

Auf die­ses Tref­fen ha­ben wir Sie und die an­de­ren Be­tei­lig­ten in 2 bis 3 Sit­zun­gen zu­vor vor­be­rei­tet.

Mög­lichst noch am glei­chen Tag be­gibt sich der Sucht­kran­ke in die er­for­der­li­che Qua­li­fi­zier­te Ent­gif­tung und lü­cken­los da­ran an­sch­lie­ßend in ei­ne sta­tio­nä­re Mo­ti­va­ti­ons­the­ra­pie. An de­ren En­de steht der Über­gang in ei­ne am­bu­lan­te oder sta­tio­nä­re Suchthe­ra­pie mit an­sch­lie­ßen­der Nach­sor­ge bzw. Selbst­hil­fe. Da­bei be­g­lei­ten wir nicht nur den Be­trof­fe­nen, son­dern auch Sie als Fa­mi­lie oder im Be­trieb.